Familie

Paarung im Wasser
Paarung im Wasser

Biber sind Familientiere. Eine Familie besteht aus einem Elternpaar, sowie den vor- und diesjährigen Jungtieren. Pro Wurf gibt es 2-4 Junge. So kann ein Familienverbund auch mal aus 8 Tieren bestehen.

  • Die Elterntiere bleiben ein Leben lang zusammen, was als monogame Lebensweise bezeichnet wird. 
  • Die Paarung erfolgt schwimmend, von Dezember bis April. 
  • Die Tragzeit beträgt 100-105 Tage; die Jungtiere werden von März bis Juni geboren.
  • Frisch geborene Jungbiber wiegen 500-700 g. Innerhalb eines Monats nehmen sie ca. 1 kg zu. Sie werden mit offenen Augen, beharrt und mit kleinen Nagezähnen geboren. 
  • Die ersten 2 Wochen bleiben die Jungtiere in der Burg, da sie noch nicht tauchen können. Danach wagen die Jungen sich nach draußen. 
  • Die Säugezeit beträgt 2 Monate; nach 3 Wochen versuchen sie sich aber auch schon an fester Nahrung. 
  • Nach 10 Monaten erfolgt der erste Zahnwechsel, sodass die Zähne von da an komplett einsatzfähig sind.
  • Nach etwa 2 Jahren sind die Jungbiber geschlechtsreif und verlassen das Revier, um sich ein eigenes zu suchen. 

gefahren

  • Straßenverkehr: Für adulte und junge Biber stellt der Straßenverkehr eine Gefahr dar.
  • Hund, Wolf, Fuchs: V.a. junge Biber können getötet werden, da sie weniger wehrhaft sind und sich noch nicht so schnell in die Biberburg retten können.
  • Schiff: Eine unmittelbare Gefahr besteht durch die scharfen Schiffsschrauben.
  • Biber: Revierkämpfe unter Bibern können aufgrund der scharfen Vorderzähne tödlich verlaufen.

Bei Gefahr klatschen Biber als Warnsignal mit ihrer Kelle aufs Wasser.


Junge Biber müssen noch ganz viel lernen, z.B.:

  1. Was darf ich essen?
  2. Wie baue ich eine Biberburg und ein Biberdamm?
  3. Wie fälle ich einen Baum?
  4. Wie orientiere ich mich im Wasser?
  5. Welche Tiere können mir gefährlich werden? Und wie soll ich mich bei Gefahr verhalten?

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! ÜBRIGENS !

Der Bibervater und die Jungbiber aus dem Vorjahr ziehen meist während der ersten Wochen der Jungtieraufzucht in einen Nebenbau. Bei der Säuglingspflege hilft aber die gesamte Familie mit.

Die Familienmitglieder erkennen sich durch bestimmte Laute und Duftsignale  und begrüßen sich durch einen Nasen-Stupser.