Von Bibern und Burgen - Hintergrundinfos zur 4. Podcastfolge

Die Biberburg ist das geschützte Zuhause der Biberfamilie. Je nach Beschaffenheit des Ufers bauen die Biber unterschiedliche Burgen. Meist wird zwischen drei Bauformen unterschieden.

Der Erdbau ist der häufigste Bau des Elbebibers. Der gesamte Bau liegt im Erdreich des Ufers und ist äußerlich nicht zu erkennen.

 

Ein Mittelbau entsteht, wenn der Biber beim Graben des Eingangs die Erdoberfläche durchbricht. Dann wird der Wohnraum nach oben mit Ästen und Blättern abgedeckt.

 

Die Astburg baut der Biber freistehend oder an flachen Ufern aus Ästen, Stämmen und Blättern. Im Winter dichtet er die Burg mit Schlamm von oben ab.

(Zeichnung: Alina Adler)

Alle Burgen haben gemeinsam, dass der Eingang unter Wasser liegt und nur tauchend erreicht werden kann. Somit sind die Burgen gegen das Eindringen von Wölfen, Füchsen oder auch Hunden geschützt.

 

Im Wandel der Jahreszeiten

Auch im jahreszeitlichen Verlauf sieht so eine Burg ganz unterschiedlich aus: Im Winter  trägt der Biber mit den Vorderpfoten Schlamm und Blätter auf die Burg, um sie abzudichten. Wenn der Wasserstand im Frühjahr schwankt, können die Biber die Eingangsröhre verlängern. Im Sommer ist die Burg unter Uferpflanzen fast verschwunden.

 

Meist baut eine Biberfamilie in ihrem Revier mehrere Burgen. In Gegenden mit jahreszeitlich schwankenden Wasserständen bauen Biber auch Hochwasser- und Niedrigwasserburgen. Sollte das Gewässer eine sehr geringe Tiefe haben, wird gestaut.In Hamburg wurden bisher jedoch noch keine Dämme errichtet.

Außergewöhnliche Baumaterialien

Zum Bau der Burg wird aber nicht nur Holz verwendet, welches er selbst gefällt hat, auch herumliegende Äste und Zweige werden vom Biber gesammelt und zur Ausbesserung der Burg genutzt. Manchmal kommen auch außergewöhnliche Baumaterialien zum Einsatz - wie zum Beispiel Gartenstühle oder eine Angel.


Weitere Infos rund um Biber und ihre Burgen verraten wir euch in Folge 4 unseres Podcasts.

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