DAS PROJEKT BIBER

Mit unserem „Projekt Biber“ setzen wir uns für den Schutz der in Hamburg lebenden Biber ein und werben für die Akzeptanz dieser heimischen Tierart. Damit es zu einem erfolgreichen Miteinander von Tier und Mensch kommt, haben wir mit folgenden Schritten begonnen:

 

1.   Koordination der ehrenamtlichen Biberrevierbetreuer
2.   Öffentlichkeitsarbeit, Umweltbildung und Beratung in Konfliktfällen
3.   Erfassung und Dokumentation der Biberbestände und der Konfliktbereiche


DER BIBER IN HAMBURG

Projektleiter Frederik Landwehr
Projektleiter Frederik Landwehr

Lange galten Biber in fast ganz Deutschland als ausgestorben. Lediglich eine kleine Restpopulation überlebte an der Elbe in Sachsen-Anhalt. Von dort aus eroberten sie ihre alte Heimat zurück.

Bereits 2002 war das Geesthachter Wehr erreicht. In der Hamburger Elbe fanden sie jedoch aufgrund des täglichen Tidenhubs von über drei Metern und den regelmäßigen Sturmfluten keine günstigen Lebensbedingungen.

Erst 2010 wurde die erste Hamburger Biberburg entdeckt. Sie überquerten die Deiche und wanderten in die tideunabhängigen Gewässer der Vier- und Marschlande und bereits bis nach Wilhelmsburg ein. 2016 wurden sieben Hamburger Biberreviere gezählt.


WAS MACHEN WIR?

Unterrichtseinheiten über den Biber in Schulen, Kanutouren und Spurensuche im Biberrevier, Aufstellen von Wildkameras, Konfliktberatung und mehr – die Arbeit im Projekt Biber ist sehr vielfältig.

Mit Hilfe von ehrenamtlichen Biberrevierbetreuern kontrollieren wir die Bestandszahlen und Entwicklung der Biber und ihrer Reviere in Hamburg. Regelmäßig stellen wir dort, wo Biberspuren zu finden sind, Wildkameras auf, um Fotonachweise der einzelnen Tiere zu bekommen. Da Biber dämmerungs- und nachtaktiv sind, erfolgen die meisten Aufnahmen in der Dunkelheit.

 

 

Besonders schön ist es, wenn die Aufnahmen der Wildkameras dann auch noch Jungtiere zeigen, wie auf diesen Bildern aus dem Revier in den Borghorster Elblandschaften von 2016:


WARUM?

Der Biber und seine Lebensstätten, die Burgen und Dämme, sind nach dem Bundesnaturschutzgesetz und europaweit durch die Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (Natura 2000) besonders geschützt.

Die wichtigste Schutzmaßnahme für Biber ist der Gewässerschutz, da 90 Prozent ihrer Aktivitäten in weniger als zehn Metern Entfernung vom Ufer stattfinden.

Vom Schutz der Gewässer profitieren aber nicht nur die Biber, sondern auch eine Vielzahl anderer bedrohter Tier- und Pflanzenarten:

  • Zwischen ins Wasser gefallenen Ästen bilden sich beruhigte Wasserzonen, wo besonders viele Fische laichen und seltene Vögel brüten.
  • Das belassene Totholz der gefällten Bäume bietet unzähligen Insekten Wohn- und Brutmöglichkeiten.
  • In neu entstandenen Gewässern „tummeln“ sich Amphibien und Libellen.
  • Die damit verbundene Steigerung der Wasserqualität und die Erhöhung des Fischreichtums bieten beste Voraussetzungen zur Rückkehr und Ansiedlung des Fischotters.
Foto: Guido Rastig
Foto: Guido Rastig

 

Wenn Sie das „Projekt Biber“ unterstützen möchten, freuen wir uns über Ihre Spende!

 

Spendenkonto der Loki Schmidt Stiftung
IBAN: DE37 2005 0550 1280 229 228

BIC: HASPDEHHXXX
Stichwort: Biber in Hamburg